Stadtspaziergang: Brandenburg an der Havel

Gotthardtkirche

Bahnhof – Verrückte Kapelle – Wredow´sche Zeichenschule

Am Bahnhof beginnt der Spaziergang zu den historischen Stadtkernen. In Brandenburg gibt es gleich drei: Altstadt, Neustadt und Dominsel. Wer sich für Bäume im städtischen Raum interessiert, dem ist hier ein kleiner Abstecher in die Werderstraße empfohlen, in der Gingkos als Straßenbäume gepflanzt wurden.

Das erste Ziel ist die Verrückte Kapelle, ein sehr kleiner Kirchenbau, die ihren Namen einer spektakulären Umsetzung im Jahr 1892 verdankt. Wegen der besseren Verkehrsführung wurde beschlossen, die Kapelle um 11 Meter zu versetzen, sie wurde ver-rückt. Das schöne Gebäude direkt daneben ist die Wredow’sche Zeichenschule, heute eine Kunstschule für Kinder und Jugendliche.

Steintorturm

Weiter geht der Spaziergang zum ersten der vier Türme in der mittelalterlichen Stadt, den am Stadtkanal gelegenen Steintorturm.
Auf der anderen Straßenseite befindet sich der Sowjetische Ehrenfriedhof und An der Stadtschleuse ein verlassenes Haus, das vor 10 Jahren dort auch schon so verloren stand.

Stadtkanal – Kloster St. Pauli

Ein schöner Weg führt zum Kloster St. Pauli entlang des Stadtkanals. Das Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert beherbergt heute das Archäologische Museum und ein kleines Café. Ein imposantes Gebäude! Auf dem Platz vor dem Kloster sammeln die Menschen Kastanien. Wie überall in Brandenburg machen die Grünflächen einen einladenden Eindruck, an Bänke wurde gedacht und dafür an Verbotsschilder gespart.

Neustädtisches Wassertor - Mühlendamm

Vorbei am achteckigen Mühlentorturm, gelangt man zum Neustädtischen Wassertor und dem Mühlendamm. Kleine Fischerschuppen, eines davon mit Fischverkauf, und ein langer Steg über dem schilfbesäumten Stadtkanalufer verleihen diesem Ort das Gefühl eines Kurzurlaubs am Meer. Der Bäcker auf dem Mühlendamm schließt samstags leider schon um 11 Uhr. Von vorherigen Besuchen weiß ich, dass sich hier der Kucheneinkauf lohnt.

Dom St. Peter und Paul

Der Dom ist nicht nur der bedeutendste Bau der Stadt, sondern in Verbindung mit dem Burghof, für mich auch einer der schönsten Plätze in Brandenburg an der Havel. Im Inneren des Doms verschlägt es mir fast die Sprache wegen der vielen Details.

Grillendamm – Sumpfzypressenallee

Auf dem Grillendamm, der Dom und Altstadt verbindet, steht das Naturdenkmal Sumpfzypressenallee. Die Allee wurde in der Zeit von 1840 bis 1910 gepflanzt. Inzwischen sind wenige, der in Brandenburg seltenen Bäume, durch neuere ersetzt worden.

Altstadt - Kirche St. Gotthardt

Der Weg zum Altstädtischen Markt führt an hübschen Häuserzeilen vorbei, an einigen unrestaurierten Gebäuden lassen sich die Spuren der Zeit ablesen.
Die Gotthardtkirche, eine schöne Feldsteinkirche, beherbergt zudem eine kleine Loriot-Ausstellung.
Nicht weit entfernt von der Kirche, ist der Altstädtische Markt mit mittelalterlichem Rathaus, das nächste Ziel des Spaziergangs.
Spätestens hier stellt sich das Gefühl ein, ein Stadtspaziergang wird dieser Stadt nicht gerecht.

Bäckerstraße – Ritterstraße – Jahrtausendbrücke –Salzhofufer

Die Straßen der Altstadt sind, wie fast alle anderen Straßen im Innenstadtbereich, schon alleine die Anreise wert. Kleine Häuser in Farben, die irgendwie immer am besten zum Gebäude und der Nachbarschaft passen und der Sonne die Farbe des Lichts am Meer verleihen, halten einen während des Spaziergangs bei Laune.

Auf der Jahrtausendbrücke, die über die Havel führt, ergibt sich ein schöner Ausblick aufs Wasser mit Flößen und kleinen Booten. Zwei Caféhäuschen stehen auf der Brücke, an denen man sich mit Getränken, Eis und Kuchen für die anschließende Pause auf den großen Stufen am Salzhofufer eindecken kann.

Haupt- und Steinstraße

Über die Haupt- und Steinstraße, den Einkaufsstraßen der Stadt, geht der Weg zurück zum Bahnhof, von dem alle halbe Stunde eine Regonalbahn nach Berlin fährt.

Ich komme wieder!

Zusammenfassung:

Brandenburg an der Havel ist eine faszinierende Stadt. Auch ohne Plan kann man in der Innenstadt in jede Richtung gehen und findet was Interessantes. Der mittelalterliche Stadtriss, Dom, Alt- und Neustadt, die Havel und ihre Seitenarme, die Häuser und die kleinen Geschichten, die es um die Bauten gibt, machen den Ausflug in die schnell von Berlin zu erreichende Stadt im Fluss besonders.

Länge: 10 km (ohne meine 1.000 zusätzlichen Wege;-)

Karte auf Komoot inklusive GPX-Track unter der Fotogalerie

Anfahrt und Abfahrt: nach Brandenburg an der Havel fährt von Berlin halbstündlich eine Regionalbahn und auch wieder zurück, ca. 0:50 Std vom Hbf

Links:

Brandenburg an der Havel Touristinformation

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